
Die Über mich Seite zu schreiben ist für viele Selbstständige schwieriger als gedacht. Nicht, weil sie nichts zu erzählen hätten. Sondern weil oft unklar ist, was Leser dort eigentlich wissen wollen.
Diese Seite gehört zu den meistgeklickten Seiten einer Website. Und trotzdem ist sie oft die schwächste.
In diesem Artikel zeige ich dir, worauf es bei einer guten Über-mich-Seite wirklich ankommt. Nicht theoretisch, sondern aus der Perspektive von Menschen, die eine Entscheidung treffen wollen.
Das nimmst du mit:
INHALTSVERZEICHNIS
Wenn jemand auf deine Über-mich-Seite klickt, ist meist schon Interesse da. Diese Person kennt dein Angebot, hat vielleicht einen Artikel gelesen oder dein Portfolio gesehen.
Jetzt geht es um eine einzige Frage:
Kann mir diese Person wirklich helfen?
Nicht:
Sondern:
Eine gute Über-mich-Seite beantwortet diese Fragen ruhig und ohne Druck. Sie versucht nicht zu überzeugen. Sie ordnet ein.

Leser kommen nicht, um alles über dich zu erfahren. Sie kommen, um sich selbst einzuordnen.
Typische innere Fragen sind:
Diese Fragen entstehen nicht bewusst. Aber sie entscheiden darüber, ob jemand bleibt oder weiterklickt.
Deshalb gilt:
Alles, was du über dich schreibst, sollte für den Leser relevant sein.
Viele denken, sie müssten auf der Über-mich-Seite etwas Besonderes erzählen. Oder besonders spannend sein. Das ist nicht nötig.
Was wirkt, sind klare Einordnungen:
Kleine persönliche Details können Nähe schaffen. Aber nur dann, wenn sie etwas über deine Haltung aussagen.
Nicht jeder Fun Fact ist relevant. Nicht jede Geschichte gehört auf diese Seite.
Frage dich bei jedem Abschnitt:
Wenn nicht, darf es weg.

Menschen fühlen sich verstanden, wenn sie merken: Diese Person kennt meine Gedanken, nicht nur mein Problem.
Das heisst:
Wenn du eigene Erfahrungen teilst, dann ruhig und reflektiert. Nicht als Beweis, sondern als Einordnung.
Kundenstimmen können helfen. Nicht viele, nicht laut. Sondern gezielt. Ein echtes Zitat sagt mehr als jede Behauptung.
Sie erklärt nicht dein ganzes Leben. Sie verkauft nicht aggressiv. Sie schafft Klarheit.
Der Leser denkt am Ende nicht:
„Wow, was für ein beeindruckender Lebenslauf.“
Sondern:
„Ich fühle mich verstanden. Das passt.“
Und genau das ist ihre Aufgabe.
Eine gute Über-mich-Seite ist ruhig. Sie ist ehrlich. Und sie ist klar in ihrer Haltung.
Du musst nichts beweisen. Du darfst einordnen.
Und du darfst darauf vertrauen, dass die richtigen Menschen genau das lesen, was sie brauchen.
Eine kurze Einordnung, für wen du arbeitest und wobei du hilfst. Deine Haltung, wie du arbeitest und was man bei dir erwarten kann. Nur das, was dem Leser hilft, dir zu vertrauen und sich richtig einzuordnen.
So lang wie nötig, so kurz wie möglich. Entscheidend ist nicht die Länge, sondern ob der Leser schnell versteht, ob es passt.
In den meisten Fällen nein. Ein chronologischer Lebenslauf hilft selten bei einer Entscheidung.
Es gibt jedoch Ausnahmen. In Berufen, in denen formale Qualifikationen, Diplome oder Abschlüsse entscheidend sind, zum Beispiel im medizinischen oder therapeutischen Bereich, können diese Informationen relevant sein.
Auch dort gilt: Nicht alles auflisten, sondern gezielt das zeigen, was für Vertrauen wirklich notwendig ist.
Orientierung. Sie wollen wissen, ob sie hier richtig sind, ob du ihr Thema verstehst und ob sie dir vertrauen können. Nicht deine komplette Geschichte.
Durch Klarheit und Ehrlichkeit. Indem du zeigst, wie du denkst und arbeitest, nicht durch Versprechen oder Selbstdarstellung.
Zu viel über sich selbst zu schreiben und zu wenig aus Sicht der Leser. Alles, was keinen Mehrwert für die Einordnung bietet, schwächt die Wirkung.
Ich habe schon immer gern gelesen und geschrieben. Ich mag Texte, die man gut lesen kann und die nicht um den heissen Brei herumreden.
Genau so schreibe ich auch meine Artikel. Lieber klar und auf den Punkt als lang und kompliziert. So, dass man sie zwischendurch lesen kann und trotzdem etwas mitnimmt.
Diese Art zu denken prägt auch meine Arbeit. Struktur ist mir wichtiger als Effekte. Klarheit wichtiger als Lautstärke. Damit Inhalte verständlich sind und wirken.
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